
Villigen, den 30.10.24: Das Zentrum für Protonentherapie des Paul Scherrer Institut PSI und das Universitäts-Kinderspital Zürich kooperieren bereits seit 20 Jahren zum Wohle krebskranker Kinder.
Prof. Dr. med. Damien C. Weber leitet das Zentrum für Protonentherapie des Paul Scherrer Instituts PSI in Villigen/Schweiz. Die Bestrahlung mit Protonen ist eine besonders zielgerichtete und dadurch schonende Therapieform.
Der Protonenstrahl wird durch präzise Berechnungen so ausgerichtet, dass er seine Wirkung erst im Tumor selbst entfacht und nicht auf seinem Weg dorthin. Dadurch werden Nebenwirkungen und Langzeitfolgen einer Strahlentherapie auf ein Minimum reduziert.
Erfolgreiche Zusammenarbeit für die Behandlung kleinster Krebspatienten

Da Patient*innen während einer Protonenbestrahlung vollkommen ruhig liegen müssen, wurden in den ersten Jahren am PSI nur Kinder ab einem Alter von 7 Jahren behandelt, erklärt Prof. Damien Weber.
2004 wurde in Villigen erstmals ein Kleinkind von 2 Jahren betreut. Ermöglicht wurde dies durch die Kooperation mit der Anästhesie des Universitäts-Kinderspitals Zürich. Die Fachkräfte versetzen die Kinder in eine leichte Narkose, bei der sie ruhig schlafen, aber selbständig atmen können. Von der Protonentherapie am PSI haben bereits 800 Kinder und Jugendliche profitiert – der jüngste Patient war 3 Monate alt.
Mittlerweile werden im Zentrum für Protonentherapie am PSI nicht nur Kinder aus Zürich bestrahlt, sondern auch aus anderen Krebszentren in der Schweiz und sogar aus dem Ausland.
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