
Mit Katheter-Ablation Rhythmologie-Störung am Herzen noch präziser therapieren
Duisburg, den 16.06.2026: Das Herzzentrum Duisburg setzt eine innovative Katheter-Technologie zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen ein. Mit dem neuen Spezialkatheter „Sphere9“ steht Patientinnen und Patienten erstmals ein Verfahren zur Verfügung, das zwei etablierte Ablationsmethoden in einem System vereint.
PRIMO MEDICO Mitglied Dr. med. Ute Ruprecht ist Leitende Oberärztin und Leiterin der Sektion Elektrophysiologie am Herzzentrum Duisburg. Als Spezialistin für Rhythmologie und Elektrophysiologie behandelt sie das gesamte Spektrum von Herzrhythmusstörungen mit modernen kathetergestützten Verfahren. Ein besonderer Fokus liegt auf der Behandlung komplexer Arrhythmien sowie auf innovativen Technologien, die eine präzise und schonende Therapie ermöglichen.
Bei komplexer Arrhythmie Katheter-Technologie ‚Sphere9‘
Vorhofflimmern zählt zu den häufigsten Herzrhythmusstörungen und kann in vielen Fällen erfolgreich mit einer Katheter-Ablation behandelt werden. Dabei werden gezielt die Bereiche im Herzen behandelt, die fehlerhafte elektrische Impulse auslösen oder weiterleiten.
Der neue Katheter vereint die sogenannte Pulsed Field Ablation (PFA) – eine Behandlung mit elektrischen Feldern, die in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen hat, da sie als besonders sicher und effektiv gilt – mit der klassischen Hochfrequenzablation, bei der gezielte Hitze im Gewebe erzeugt wird. Diese Kombination ermöglicht eine individuell angepasste Therapie je nach Art der Herzrhythmusstörung und erweitert die therapeutischen Möglichkeiten, vor allem bei komplexen Befunden.
„Wir können mit dem neuen Katheter deutlich gezielter arbeiten“, sagt Dr. Ute Ruprecht. „Das ist vor allem bei Patientinnen und Patienten wichtig, bei denen nicht nur Vorhofflimmern, sondern auch komplexere Rhythmusstörungen vorliegen.“ Die moderne Technologie ermöglicht es, während des Eingriffs flexibel zwischen verschiedenen Energieformen zu wechseln und die Behandlung exakt an die anatomischen Gegebenheiten des Herzens anzupassen. „Wir wollen umliegende Strukturen wie Nerven, Gefäße und benachbarte Organe so gut wie möglich schonen“, erklärt Dr. Ruprecht. „Gleichzeitig muss die Energie in bestimmten Bereichen tief genug ins Gewebe gelangen, damit die Behandlung dauerhaft wirksam sein kann.“
Durch die Kombination bewährter und innovativer Technologien erweitert das Herzzentrum Duisburg seine Behandlungsmöglichkeiten deutlich, insbesondere bei komplexen Befunden. Eine präzisere Behandlung kann zudem dazu beitragen, Rückfälle zu vermeiden und die langfristigen Behandlungsergebnisse zu verbessern. Welche Therapie im Einzelfall geeignet ist, wird individuell und ausführlich mit den Patientinnen und Patienten besprochen.
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