Fehlende Zähne von Geburt an: Neue S3-Leitlinie verbessert Implantat-Versorgung bei Zahnnichtanlagen – Prof. Terheyden

Prof. Dr. med. Dr. med. dent. Hendrik Terheyden
Prof. Dr. med. Dr. med. dent. Hendrik Terheyden koordiniert neue S3-Leitlinie zu Zahn-nichtanlagen für verbesserte genetische Diagnostik und optimalen Implantat-Zeitpunkt.

Verbesserte Zahnimplantat-Therapien bei Hypodontie durch neue S3-Leitlinie

Kassel, den 02.07.26: Angeboren fehlende bleibende Zähne, sogenannte Zahnnichtanlagen, betreffen rund fünf Prozent der Bevölkerung und zählen damit zu den häufigsten Fehlbildungen des Menschen. Die aktualisierte S3-Leitlinie „Zahnimplantatversorgungen bei Zahnnichtanlagen und Syndromen“ fasst aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zusammen und gibt Empfehlungen für eine moderne, patientenorientierte Behandlung. 

Zu den federführenden Experten der Leitlinie gehört PRIMO MEDICO Mitglied Prof. Dr. med. Dr. med. dent. Hendrik Terheyden, der Spezialist für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie mit der Zusatzbezeichnung Plastische Operationen und Fachzahnarzt für Oralchirurgie. Er zählt zu den international anerkannten Experten für Implantologie, Knochenaufbau und rekonstruktive Kieferchirurgie. Seit vielen Jahren engagiert er sich in wissenschaftlichen Fachgesellschaften und Leitlinienprojekten und trägt maßgeblich zur Weiterentwicklung moderner Behandlungskonzepte für Patienten mit komplexen Zahn- und Kieferdefekten bei.

Zahnimplantatversorgungen bei Zahnnichtanlagen und Syndromen – neue Empfehlungen

Eine wichtige Neuerung der Leitlinie ist die Empfehlung zur genetischen Diagnostik. Bei ausgeprägten Zahnnichtanlagen oder familiärer Häufung sollte künftig eine humangenetische Untersuchung erwogen werden. Dadurch lassen sich genetische Ursachen besser erkennen und individuelle Therapiekonzepte gezielter planen.

Darüber hinaus konkretisiert die Leitlinie den optimalen Zeitpunkt für Zahnimplantate. Obwohl Implantate langfristig sehr gute Behandlungsergebnisse erzielen, sollte bei Jugendlichen der individuelle Wachstumsschub möglichst abgeschlossen sein, um spätere funktionelle und ästhetische Beeinträchtigungen zu vermeiden.

Die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Zahnnichtanlagen erfordert eine individuelle Planung und die enge Zusammenarbeit verschiedener Fachrichtungen. Je nach Situation kommen kieferorthopädische Maßnahmen, der möglichst lange Erhalt von Milchzähnen, minimalinvasive prothetische Lösungen oder Implantate infrage. Ziel ist es, funktionelle und ästhetische Ergebnisse zu erzielen, die langfristig stabil bleiben.

Die aktualisierte S3-Leitlinie unterstreicht damit die Bedeutung einer frühzeitigen Diagnostik und einer fachübergreifenden Therapieplanung. Moderne Behandlungskonzepte ermöglichen heute für viele Betroffene eine deutlich verbesserte Lebensqualität und langfristig erfolgreiche Versorgung.

PRIMO MEDICO ist ein Netzwerk für medizinische Spezialisten im deutschsprachigen Raum. Die Aufgabe des Netzwerkes besteht darin, eine direkte Verbindung von Patienten und Arzt zu schaffen und damit jedem Patienten die Möglichkeit zu bieten, zu seiner Erkrankung einen geeigneten Spezialisten zu finden. Der Netzwerk-Service steht auch internationalen Patienten zur Verfügung. Bei PRIMO MEDICO sind ausschließlich renommierte medizinische Kapazitäten vertreten, die nach strengen Richtlinien ausgewählt wurden. Dem Netzwerk gehören bislang mehr als zweihundert
medizinische Spezialisten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz an. Erfahrung, innovative Behandlungstechniken oder die Reputation in Wissenschaft und Forschung spielen dabei eine wichtige Rolle.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>