
Ethisch ausgerichtetes Wirtschaftsmodell zugunsten des Gemeinwohls
Walchsee/Tirol, den 10.06.2026: Tiroler Lymphödemklinik, das Wittlinger Therapiezentrum in Walchsee/Tirol, Österreich – PRIMO MEDICO Spezialisten für Lymphologie – hat beschlossen, seine Mission auf ‚Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ)‘ zu setzen.
Gemeinwohl-Ökonomie bedeutet, es geht nicht mehr überwiegend um Gewinnoptimierung, sondern um viel mehr: Mensch, Gesellschaft und Umwelt – mit Werten wie Menschenwürde, Solidarität, Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit und Transparenz.
Verantwortung übernehmen. Nachhaltig handeln. Zukunft gestalten.
Das Lymphödem-Therapiezentrum Wittlinger in Walchsee setzt als erstes Therapiezentrum in Tirol bewusst auf die Prinzipien der GWÖ. Mit diesem Schritt unterstreicht das Unternehmen sein Engagement für nachhaltiges Wirtschaften, soziale Verantwortung und eine werteorientierte Unternehmensführung.

Seit Sommer 2025 verfolgt Wittlinger einen Ansatz, der wirtschaftlichen Erfolg nicht ausschließlich an finanziellen Kennzahlen misst. Stattdessen stehen Menschen, Umwelt und gesellschaftlicher Mehrwert gleichberechtigt im Mittelpunkt des unternehmerischen Handelns. Die Gemeinwohl-Ökonomie bietet dafür einen klaren Rahmen und unterstützt Unternehmen dabei, ihren Beitrag zu Menschenwürde, Solidarität, ökologischer Nachhaltigkeit, Transparenz und sozialer Gerechtigkeit messbar zu machen.
Unter dem Leitsatz „Verantwortung, die bleibt“ verbindet das Therapiezentrum Wittlinger moderne Gesundheitsversorgung mit nachhaltiger Unternehmensentwicklung. Ziel ist es, nicht nur die Gesundheit der Patientinnen und Patienten zu fördern, sondern auch langfristig positive Impulse für Mitarbeitende, Gesellschaft und Umwelt zu schaffen. Mit der Erstellung einer Gemeinwohl-Bilanz hat Wittlinger einen wichtigen Schritt auf diesem Weg gesetzt und positioniert sich als Vorreiter für nachhaltiges Wirtschaften im Gesundheitswesen in Tirol und Österreich.
Wittlinger Therapiezentrum setzt auf Gemeinwohlorientierung

Nach einem erfolgreich abgeschlossenen Audit entschied sich das Unternehmen, seine gesellschaftliche Verantwortung noch stärker in den Mittelpunkt seiner Unternehmensstrategie zu stellen. Die Wittlinger Therapiezentrum GmbH gehört nun offiziell zur Bewegung der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ).
Die Gemeinwohl-Ökonomie ist eine international aktive Bewegung und Nichtregierungsorganisation, die sich für ein werteorientiertes Wirtschaftsmodell einsetzt. Im Zentrum stehen Prinzipien wie Menschenwürde, Solidarität, soziale Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit und Transparenz. Ziel ist es, wirtschaftlichen Erfolg nicht ausschließlich an finanziellen Kennzahlen zu messen, sondern auch den Beitrag eines Unternehmens für Gesellschaft und Umwelt sichtbar zu machen.
Gesundheit und Verantwortung als gemeinsamer Auftrag
Diesen Weg verfolgt auch das Therapiezentrum Wittlinger in Walchsee. Das Unternehmen hat bereits eine Gemeinwohl-Bilanz erstellt und damit seine Aktivitäten anhand der GWÖ-Kriterien bewerten lassen.
Der Schwerpunkt der Einrichtung liegt auf der stationären Behandlung von Menschen mit Lymphödemen an Armen und Beinen. Zum therapeutischen Konzept gehören insbesondere manuelle Lymphdrainagen nach Dr. Emil Vodder, die mit Bandagierungen, Bewegungseinheiten und speziellen Maßnahmen zur Hautpflege kombiniert werden. Diese Behandlungsform ist in der Schulmedizin als Kombinierte Physikalische Entstauungstherapie bekannt.
Ergänzend zum stationären Angebot werden ambulante Therapien sowohl in Walchsee als auch in den Standorten Kufstein, Kössen und Niederndorf durchgeführt. Jedes Jahr betreuen die Mitarbeitenden rund 650 stationäre Patientinnen und Patienten. Darüber hinaus werden in den ambulanten Einrichtungen etwa 15.000 Behandlungen jährlich durchgeführt.
Dem Therapiezentrum angeschlossen ist außerdem die Dr. Vodder Akademie, die international als renommierte Ausbildungs- und Fortbildungseinrichtung für Physiotherapeuten, Masseure und Ärzte bekannt ist.
Gemeinwohl statt reiner Gewinnorientierung
Mit der Fertigstellung der Gemeinwohl-Bilanz erreichte das Unternehmen einen Wert von 198 Punkten. Aufbauend auf diesem Ergebnis verfolgt das Therapiezentrum künftig einen erweiterten Ansatz: Neben einer hochwertigen Patientenversorgung sollen auch die Bedürfnisse der Mitarbeitenden sowie ökologische Aspekte noch stärker berücksichtigt werden.
Geschäftsführer Dieter Wittlinger betont, dass das Unternehmen nicht nur einen Beitrag zur Gesundheit einzelner Menschen leisten möchte, sondern auch Verantwortung für gesellschaftliche Entwicklungen übernehmen will. Die Gemeinwohl-Ökonomie liefere dafür einen strukturierten Rahmen, um zentrale Fragen des unternehmerischen Handelns regelmäßig zu reflektieren.
Dabei geht es beispielsweise um den Umgang mit Mitarbeitenden, die ethische Verwendung finanzieller Mittel, nachhaltiges Wirtschaften, transparente Beschaffungsprozesse sowie die Beteiligung von Mitarbeitenden an Entscheidungen. Die Gemeinwohl-Matrix dient dabei als Orientierungshilfe und Bewertungsinstrument.
Stärken erkennen, Potenziale nutzen

Die Auswertung der Gemeinwohl-Bilanz zeigte, dass das Therapiezentrum insbesondere in den Bereichen Menschenwürde, Solidarität und soziale Gerechtigkeit bereits sehr gute Ergebnisse erzielt. Gleichzeitig wurden Handlungsfelder identifiziert, in denen weiteres Entwicklungspotenzial besteht. Insbesondere bei den Themen ökologische Nachhaltigkeit, Transparenz und Mitbestimmung sollen zusätzliche Maßnahmen umgesetzt werden. Ziel ist es, bestehende Prozesse weiterzuentwickeln und die positiven Auswirkungen des Unternehmens auf Umwelt und Gesellschaft kontinuierlich auszubauen.
Zu den geplanten Schritten gehören unter anderem eine intensivere Zusammenarbeit und ein solidarischerer Umgang innerhalb der Branche, weitere Maßnahmen zur Verringerung ökologischer Belastungen sowie eine noch offenere Kommunikation in unterschiedlichen Unternehmensbereichen.
Interessierte können sich auf der Website des Therapiezentrums ausführlich über die Gemeinwohl-Bilanz, das Prüfergebnis sowie die daraus abgeleiteten Maßnahmen informieren.
Verantwortung mit langfristiger Perspektive
„Verantwortung, die bleibt.“ – dieser Leitsatz verdeutlicht die zukünftige Ausrichtung des Unternehmens. Die Gemeinwohl-Ökonomie versteht sich als Wirtschaftsmodell, bei dem nicht ausschließlich finanzielle Gewinne im Vordergrund stehen, sondern auch die Auswirkungen unternehmerischen Handelns auf Menschen, Umwelt und Gesellschaft.
Durch die regelmäßige Erstellung einer Gemeinwohl-Bilanz werden diese Beiträge messbar und nachvollziehbar dokumentiert. Für das Wittlinger Therapiezentrum sind die zugrunde liegenden Werte ein wichtiger Bestandteil der Unternehmensphilosophie. Daher soll künftig neben der klassischen Jahresbilanz auch regelmäßig über die Leistungen des Unternehmens im Bereich Gemeinwohl und Nachhaltigkeit berichtet werden.