
Herzrhythmustherapie Stuttgart
Stuttgart, den 28.04.26: Ein medizinischer Meilenstein für die Herzrhythmustherapie in Stuttgart: Am Karl-Olga-Krankenhaus wurde erstmals ein sondenloser Herzschrittmacher implantiert.
Mit der Einführung dieser innovativen Technologie erweitert die Klinik für Innere Medizin mit Schwerpunkt Kardiologie, Angiologie und Internistische Intensivmedizin ihr Spektrum um eine besonders schonende, minimalinvasive Therapieoption.
PRIMO MEDICO Mitglied Priv.-Doz. Dr. med. Dipl.-Phys. Gitsios Gitsioudis ist Chefarzt der Klinik für Innere Medizin mit Schwerpunkt Kardiologie, Angiologie und Internistische Intensivmedizin am Karl-Olga-Krankenhaus in Stuttgart sowie Ärztlicher Direktor des Hauses. Als Spezialist für interventionelle Kardiologie verbindet er langjährige klinische Erfahrung mit hoher wissenschaftlicher Expertise. Sein besonderer Fokus liegt auf modernen, minimalinvasiven Therapieverfahren zur Behandlung komplexer Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Sondenloser Herzschrittmacher: Moderne Technologie ohne Elektroden
Als bedeutender medizinischer Meilensteine wurde am Karl-Olga-Krankenhaus einem 75-jährigen Patienten, der an einem höhergradigen, symptomatischen AV-Block litt, einer Form der Bradykardie, bei der die elektrische Erregungsleitung zwischen Vorhof und Herzkammer gestört ist, erstmals ein sondenloser Herzschrittmacher implantiert.
Die Implantation erfolgte mit dem weltweit ersten elektrodenlosen Zweikammer-Herzschrittmachersystem. Dieses System besteht aus zwei kleinen, direkt im Herzen verankerten Modulen – jeweils eines im rechten Vorhof und im rechten Ventrikel. Dank einer innovativen Kommunikationstechnologie können die Implantate in Echtzeit miteinander kommunizieren und den Herzrhythmus Schlag für Schlag synchronisieren. Im Unterschied zu konventionellen Herzschrittmachern werden dabei weder Elektroden durch die Gefäße geführt noch ein Aggregat unter der Haut eingesetzt, wodurch sich potenzielle Komplikationen reduzieren lassen. Gleichzeitig profitieren Patientinnen und Patienten von einem schonenderen, weniger belastenden Eingriff, weniger Komplikationen und einer schnelleren Erholung.
„Wir freuen uns sehr, unseren Patientinnen und Patienten diese hochmoderne und schonende Therapieoption nun auch in unserem Haus anbieten zu können“, sagt Chefarzt Priv. Doz. Dr. med. Dipl.-Phys. Gitsios Gitsioudis.
Die Kardiologie des Karl-Olga-Krankenhauses zählt zu den ersten Kliniken in Deutschland, die diese innovative Technologie einsetzen und unterstreicht damit ihre führende Rolle in der modernen, minimalinvasiven Herzrhythmustherapie mit dem klaren Zeichen für eine patientenorientierte, zukunftsweisende Medizin.
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