Gefäßtherapie mit Katheter statt OP: minimal-invasiv und schonend – Prof. Thomas J. Vogl

Prof. Thomas J. Vogl
Prof. Thomas J. Vogl: Minimalinvasive Gefäßtherapie mit Katheter als schonende Alternative zur Operation

Interventionell-radiologische Eingriffe über dünnen Katheter

Frankfurt am Main, den 21.09.2026: Gefäßerkrankungen lassen sich heute in vielen Fällen mit modernen minimalinvasiven Verfahren behandeln. Univ.-Prof. T. J. Vogl setzt am Universitätsklinikum Frankfurt auf interventionell-radiologische Therapien, bei denen Gefäßverengungen und Gefäßverschlüsse über kleinste Zugänge gezielt behandelt werden können. 

PRIMO MEDICO Mitglied Univ.-Prof. Dr. Dr. med. Thomas J. Vogl ist Direktor der Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin am Universitätsklinikum Frankfurt und zählt zu den ausgewiesenen Spezialisten auf dem Gebiet der diagnostischen und interventionellen Radiologie. Ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf gefäßtherapeutischen Interventionen, bei denen moderne Bildgebung und minimalinvasive Kathetertechniken miteinander kombiniert werden.

Minimal-invasive Verfahren für individuelle Gefäßtherapie

Bei interventionell-radiologischen Eingriffen wird ein dünner Katheter meist über eine kleine Punktion in der Leiste bis zur erkrankten Gefäßstelle vorgeschoben. Unter bildgebender Kontrolle können so Verengungen und Verschlüsse beispielsweise im Becken, in den Beinen, am Fuß oder in den Nierenarterien behandelt werden. Gefäße lassen sich mithilfe einer Ballondilatation erweitern und bei Bedarf durch Stents stabilisieren.

Auch bei komplexeren Gefäßveränderungen kommen heute moderne interventionelle Verfahren zum Einsatz. Akute Gefäßverschlüsse können beispielsweise mit speziellen Saugkathetern behandelt werden. Selbst längere Verschlüsse lassen sich in ausgewählten Fällen wiedereröffnen und mit einem Stent versorgen. Ergänzend können je nach Befund auch Stoßwellen- oder Laserverfahren eingesetzt werden.

Ein weiteres wichtiges Einsatzgebiet ist das Bauchaortenaneurysma. Während dafür früher häufig eine große offene Operation notwendig war, kann die Aussackung der Hauptschlagader heute vielfach von innen mit einem sogenannten Stentgraft stabilisiert werden. Auch bei anatomisch anspruchsvollen Situationen stehen inzwischen speziell angepasste Gefäßprothesen zur Verfügung.

Solche Eingriffe setzen große Erfahrung und ein eingespieltes Behandlungsteam voraus. Am Universitätsklinikum Frankfurt werden Gefäßerkrankungen interdisziplinär beurteilt. Interventionelle Radiologen, Gefäßchirurgen und Internisten besprechen gemeinsam, welches Verfahren für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten am besten geeignet ist. Moderne MR-Angiographie und CT-Angiographie liefern dabei wichtige Informationen für die Planung. Wann immer möglich, werden minimalinvasive Optionen berücksichtigt.

Die interventionelle Radiologie ist damit ein wichtiger Bestandteil der modernen Gefäßmedizin. Sie eröffnet bei vielen Erkrankungen patientenschonende Behandlungsmöglichkeiten und ergänzt operative Verfahren um gezielte minimalinvasive Optionen.

PRIMO MEDICO ist ein Netzwerk für medizinische Spezialisten im deutschsprachigen Raum. Die Aufgabe des Netzwerkes besteht darin, eine direkte Verbindung von Patienten und Arzt zu schaffen und damit jedem Patienten die Möglichkeit zu bieten, zu seiner Erkrankung einen geeigneten Spezialisten zu finden. Der Netzwerk-Service steht auch internationalen Patienten zur Verfügung. Bei PRIMO MEDICO sind ausschließlich renommierte medizinische Kapazitäten vertreten, die nach strengen Richtlinien ausgewählt wurden. Dem Netzwerk gehören bislang mehr als zweihundert medizinische Spezialisten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz an. Erfahrung, innovative Behandlungstechniken oder die Reputation in Wissenschaft und Forschung spielen dabei eine wichtige Rolle.

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